Mittwoch, 6. August 2014

Planungsgespräch mit dem Architekten

Hausbesuch.... Der Architekt kommt....

Morgens um 08:00 Uhr klingelt es. Da isser. Der Architekt.
Der, der über unsere Grundrisswünsche schaut und uns sagt wo noch was zu beachten ist.

"Kann nicht lange gehen, wir wissen ja was wir wollen..." Pustekuchen !

Nachdem eigentlich ein VorOrt Termin am Grundstück ausgemacht war, rief uns der Architekt morgens an und teilte uns mit, dass er bereits am Grunstück war und er schon unterwegs zu uns sei.
Also Kaffee aufgesetzt.

Das Planungsgespräch war bei weitem detaillierter, als wir uns das gedacht hatten. Es wurden nicht nur sämtliche Punkte angesprochen, die für die Erstellung der Grundrisspläne wichtig sind, sondern auch gleich die Details, welche wir für den Bauantrag benötigen.

Auch wurden im Einzelnen die Punkte im Bebauungsplan der Gemeinde durchgearbeitet, damit wir wissen, was zu beachten ist.

Als Unterlagen mussten zu diesem Gespräch vorhanden sein:
  • Lageplan Grundstück mit Höhen- und Grenzlängen
  • Kaufvertrag Grundstück
  • Bebauungsplan
  • Kanalplan
  • Straßenbauplan
  • Anträge für Trinkwasseranschluss / Kanalanschluss
  • Entwässerungssatzung
  • Stellplatzsatzung

Bis das alles zusammengesammelt, beantragt, zugeschickt, abgeholt... wurde, war einiges an Arbeit nötig.

Der Schockmoment....

Zitat Architekt:
"Ich habe mir Ihre Grundrisse angeschaut und bin wegen den Hausanschlüssen zu dem Schluss gekommen, dass wir das Haus am Besten drehen. Der Hauswirtschaftsraum (HWR) mit den Anschlüssen für Strom und Wasser ist auf der Rückseite des Hauses. Da müssten sie mit den Leitungen sehr teuer um das ganze Haus herum. Deswegen drehen wir das einfach"

Schweigen.....
Unruhe....
Kapiert was er meint....
Panik.....

Ein Grundriss einfach mal zu drehen bedeutet, dass NICHTS mehr so ist, wie es war.
Bad und Schlafzimmer gehen jetzt Richtung Straße...
In den Garten kommt man nur durch die Küche...

Nix da. Wenn der HWR hinten liegt dann muss er einfach vor und das was vorne ist (Gäste-WC) muss nach hinten.... Also überlegt...eingezeichnet... für gut befunden.... FERTIG.

Im großen und Ganzen war der Termin klasse. Der Architekt hatte richtig Ahnung von der Lage der Fenster, Lichtverhältnisse, Optimierung der Wege, Platzaufteilung.
Nachdem wir dann 4 Stunden alles durchgesprochen hatten, kam die 80 seitige Checkliste mit allem was besprochen war.

Beginn war somit 08:30 Uhr  und Ende 15:00 Uhr. Fix und Fertig danach !

Nächste Schritte wären....
  • die Grundrisse werden überarbeitet
  • der Bauantrag wird erstellt

Macht alles Fingerhaus...

Bodengutachten

Braucht kein Mensch... oder doch ?


Das Thema Bodengutachten wurde von uns ausgiebig beleuchtet. Die Frage stellte sich, WARUM eigentlich ?
Empfehlung von Fingerhaus war ganz klar, dass wir eins beauftragen sollten. Auch hinsichtlich der eventuellen Gewährleistungsansprüche z.B. bei Hausschäden ist ein Bodengutachten auf jedenfall sehr zu empfehlen.
Frägt man im Bekanntenkreis nach,  hat aber komischerweise niemand so etwas in Auftrag gegeben.
Nach langem hin und her haben wir uns FÜR ein Bodengutachten entschieden und zwar aus folgenden Gründen:

  • Spätere Gewährleistungsansprüche bei Problemen mit der Baustruktur
  •  Als Berechnungsgrundlage für den Tiefbauer, um das Angebot möglichst genau zu kalkulieren z.B. Aushubmenge, Verdichtung, Entsorgung.
  • Planung der Sickergrube, da wir nun Werte über den Wasserdurchlaß des Bodens zur Verfügung haben.
  • Wir wissen nun, was uns entgegenkommt, wenn wir das Loch für die Zisterne oder später den Pool ausheben.
  • Bauchgefühl 

So ein Gutachten umfasst die Betrachtung von 4 Messpunkten auf dem Grundstück bis zu einer Tiefe von 3,20 m.
Interessant ist hierbei, dass man sieht bis wohin der Mutterboden geht. Dadurch kann man in etwa abschätzen, wieviel später zur Verfügung steht bzw. was entsorgt werden muss.