Donnerstag, 16. April 2015

Absperrung - Teil 1

"Gastpost" von der Bauherrin :-)


Wir bauen ein Fertighaus. Das kommt in Teilen. In großen Teilen. Bis zu 12 Meter Wand an einem Stück! Dass das kein DHL-Bote auf dem Fahrrad vorbei bringt, ist ja klar, oder??

Damit jedoch der Schwertransport freie Fahrt hat, muss im Vorfeld - mal wieder - etwas organisiert werden!

Nachdem uns schon während dem Architektengespräch  im rund 80seitigen Protokoll der Punkt der "Straßensperrung" mal kurz angesprochen wurde, kam nun die Erinnerung per Mail!
2 Merkzettel bzw. Formulare wurden uns zugeschickt mit der Bitte, das zuständige Ordnungsamt anzusprechen und die Möglichkeit der Absperrung zu klären.

Formblatt 1 sagt: "mach die Absperrung in Absprache mit dem Ordnungsamt selbst! Aber kümmere Dich, dass alles klappt, es muss nonstop jemand vor-Ort als Ansprechpartner sein und falls es nicht klappt, dann zahlst Du eine Menge Geld, wenn das Haus nach Frankenberg zurückgeht, weil die Absperrung nicht richtig geklappt hat und der Schwertransporter zurück muss!"
Formblatt 2 sagt: "wenn Du oder Dein Ordnungsamt die Absperrung nicht machen möchte, dann sag uns doch Bescheid. Wir kümmern uns gerne darum, aber erfahrungsgemäß kostet es dann 700-1900 Euro, da wir wieder jemanden dafür beauftragen werden...!"

Am nächsten morgen um 8 Uhr habe ich selbst beim Ordnungsamt angerufen :-) Der Ansprechpartner vor Ort ist zwar in Urlaub und kommt erst genau 8 Tage vor dem voraussichtlichen Liefertermin wieder, aber sein Vorgesetzter ist am Telefon und der erklärt, dass das gar kein großes Problem sei! Da wir in einem ruhigen Wohngebiet bauen, dass etwas abgelegen ist, sind Dinge wie Ampelanlage etc. nicht nötig. Voraussichtlich kommen nur ein paar Halteverbotsschilder zum Einsatz, die ich nach Absprache mit dem zuständigen Ansprechpartner 8 Tage vor Hausstellung beim Bauhof ausfassen und selbst aufbauen kann.
Hört sich doch gar nicht schlecht an, oder?

2 Tage später ist Baustellentermin und wir lernen unseren Bauleiter Herrn M. kennen. Gleich als erstes kommt das Gespräch auf die geplante Absperrung, er bestätigt dass es hier so ruhig zugeht und wohl nur ein Teil der Straße mit Halteverbotsschildern abgesperrt werden müsse. Aber er bekommt große Augen als wir ihm erzählen, dass wir erst ein paar Tage vor Liefertermin den Ordnungsamt-Menschen hier vor-Ort haben und DANN erst genau klären, was wir tun müssen. Ob wir das vielleicht auch schriftlich....? Damit die sich dann auch wieder erinnern....? Denn falls das nicht klappt und das Haus wieder zurück nach Frankenberg geht..... also er hatte das auch schon, und dann entstehen Transportkosten! Und neue Lagerkosten! Und die sind teuer... im vierstelligen Bereich!!!

Da ich weiß, dass der Ordnungsamt-Vorgesetzte selbst auch in Urlaub geht und nur noch 2 Tage erreichbar ist, bekommt er noch am gleichen Abend eine ausführliche Mail von mir. Alle Punkte, die er mir telefonisch 3 Tage vorher gesagt hatte, schreibe ich hier nochmal rein. Immer ein wenig fragend geschrieben ("... habe ich das richtig verstanden, dass....?") Und man glaubt es kaum, aber eine Antwort kommt. Nachts um 23.06 Uhr!! Vom Ordnungsamt! Da sag noch mal einer, Beamte würden nix schaffen!

Er bestätigt sämtliche Punkte und gibt uns direkt noch einen vor-Ort-Termin mit ihm selbst mit, um alles zu besprechen. Sein letzter Satz in der Mail "machen sie sich keine Sorgen, dass das Haus nicht bis zu Ihnen durchkommt aufgrund der Straßensperre, WIRD NICHT PASSIEREN!"

Ich mag solche Zuversichtlichkeiten!


... Fortsetzung folgt ...