Sonntag, 28. Juni 2015

Los gehts mit dem Estrich

... am 03. Juni kamen dann die Leute die unser Haus "vollsauen" werden. So dachten wir...

Der Estrich wurde morgens gebracht und laut "zufällig" vorbeikommenden Vater bzw. Schwiegervater innerhalb von drei Stunden eingebracht. Die schlimmsten Horrorbilder im Kopf kamen wir abends nach der Arbeit auf der Baustelle an um mal nach dem Rechten zu schauen und siehe da... Kein Dreck, kein Schmutz und wie wir durch das Fenster schauen eine, durch das Wasser, glänzende graue Masse im kompletten Haus.

Da war er nun, der Estrich....

Gleich mal hochgerechnet. Nach drei Tagen sollte man anfangen zu lüften. Also gings dann am Samstag mittag los.
Stoßlüften... Alle Fenster und Türen auf, ca 15 Minuten und das mind. dreimal am Tag. Besser wäre 4 mal, laut Bauleiter ! Klar, wir wohnen ja auch nur 13km weit weg und gehen tagsüber einer geregelten Arbeit nach. Was der für Vorstellungen hat....

 In der ersten Woche wurde dann noch zur Unterstützung das Estrichtrockenprogramm der Heizung durch den Bauleiter aktiviert. Das Ergebnis war eine Ganz-Haus-Sauna-Dampfbad-Kombi mit 38 Grad und 60% Luftfeuchtigkeit.

Die dreimal am Tag konnten wir durch den unermüdlichen Einsatz der Bauherrin nun 3 Wochen lang durchhalten. Die Mittagspause kann man ja auch statt essen gehen zum Lüften verwenden.... :)

Die anfängliche 70% Luftfeuchtigkeit konnten damit auf unter 30% gesenkt werden.



Nach nicht ganz drei Wochen am 22. Juni maß unser Bauleiter dann mit einer speziellen Vorrichtung die Feuchtigkeit und befand "in 2 Wochen ist er fürs Fliesen geeignet".

Somit hätte die Trocknung dann 5 Wochen gedauert.



Zum Thema: Auftretende Sinterschicht eines Anhydritestrich

Wenn man 10 Leute frägt, bekommt man mindestens 7 Meinungen was, wann, wie zu machen ist , wenn man so eine Schicht hat und warum, oder warum nicht.
Im Grunde ist es ganz einfach. Die Sinterschicht entsteht als dünne Haut durch Ablagerung von Kalk. Diese Schicht behindert den Trocknungsprozess des Estrichs. Laut unserem Bauleiter und vielen Recherchen im Internet sollte diese Schicht am 3. - 4. Tag mit Hilfe eines Drahtbesens weggekehrt werden.
 Drahtbesen ? Wer hat schon einen Drahtbesen daheim ?

Also sind wir am dritten Tag vor unserem ersten Lüften in den Baumarkt, um so einen Besen zu kaufen. Auf der Baustelle angekommen, haben wir uns den Estrich genau angeschaut und ums Verrecken keine solche Sinterschicht gesehen. Mit der Drahbürste etwas herumgeschrubt und schon waren Kratzer im schönen Estrich. "Do machemer nix !"
Also Besen wieder zurück gebracht und für das Geld einen Hygrometer zur Messung der Raumfeuchte gekauft.

Alles in allem war es schon einiges an Aufwand, das viele Lüften und die viele Fahrerrei. Aber im Endeffekt freut man sich jedesmal, wenn man wieder ins Haus kann und sich vorstellt, dass der Einzugstermin immer näher rückt...


Sonntag, 21. Juni 2015

... die Fussbodenheizung

... da passt noch was unter den Estrich

Die Fussbodenheizung muss ja auch noch rein. Ein voller Tag und drin ist sie.


Zur Fussbodenheizung wurden auch die Heizkreisverteiler fertig montiert. In EG und OG jeweils einer. Damit werden die unterschiedlichen Heizkreise mittels elektrischer Ventile gesteuert. Im Prinzip wie bei einem Heizkörper. Die Information wie weit das Ventil aufgemacht werden muss, liefert der Thermostat, welcher sich in jedem Raum befindet.



Die Heizung ist nun auch fertig montiert.





Donnerstag, 18. Juni 2015

Die Heizungsbauer kommen...

... was so alles in einen Boden verbaut wird...

In jedem Raum im Haus haben wir einen Schacht für Zuluft. In den Bädern und Küche einen für die Abluft. Die Leitungen verlaufen über den Boden bzw. die Decke.








Erinnert irgendwie an die Carrera Bahn aus der Kindheit :)


Mittwoch, 10. Juni 2015

Bodenplanung

"Gastpost" von der Bauherrin :-)

Unser Haus steht!
Der Estrich ist seit einigen Tagen auch drin!

Langsam wird es also Zeit, sich über die weitere Innenraumgestaltung Gedanken zu machen.
Da wir bei Fingerhaus die Ausbaustufte "fast fertig" haben, werden die Bäder incl. Sanitäranlage bereits eingebaut und selbstverständlich auch gefliest (bis auf eine Höhe von 1,60 m, um genau zu sein).

Aber alles andere müssen wir selbst machen: Decke tapezieren, Wände tapezieren, oder lieber doch Streichputz überall hin?
Und was machen wir denn auf den Fußboden?

In unseren ursprünglichen Planungen hatten wir vor, überall im Haus Laminat zu verlegen. Dunkles Laminat. Passend zu unserer dunklen Treppe und zu unseren dunklen Möbeln. Bloß nix helles. Schönes, dunkles Holz. Das sieht warm aus, gemütlich aus, trifft unseren Geschmack, perfekt!

Aber dann waren wir bei Freunden zu Besuch. Bei Freunden mit Fußbodenheizung. "Oh, Fußbodenheizung bekommen wir auch ins Haus, wir freuen uns schon auf die warmen Füße wenn wir durchs Haus laufen!"
Und unser Freund lachte und sagte "Ja klar, legt ihr dann auch Fliesen überall hin? Das ist viel wärmer!"
??? Wieso denn wärmer? Bei fast jedem Laminat steht doch dabei "Fußbodenheizung geeignet", was soll da denn nicht warm sein?

Und unser Freund sagte locker, zwischen 2 Bissen Steak "Naja, wir haben teils Fliesen und teils Laminat. Und aus Spaß habe ich mir ein Messgerät gekauft und mal geprüft.... und bei den Fliesen ist es über 2 Grad wärmer als beim Laminat!"

Das saß....! Ich Frostbeule und dann 2 Grad Unterschied? Die Fußbodenheizung ist doch die Hauptwärmequelle..... sicher, warm wird es auch mit Laminat, aber ob nicht vielleicht doch?

Ab da hakten wir genauer nach, bei Freunden, Kollegen, im Fachhandel. Und nahezu überall wurde es bestätigt: Fliesen sind wärmeleitfähiger als Laminat und damit habe ich auch wärmere Füße!

Damit war die Entscheidung gefallen: zumindest im Erdgeschoss, da, wo man sich abends lange aufhält, da sollen Fliesen hin. Und zwar duchgängig die gleichen Fliesen: der ganze Eingangsbereich und Flur sowie der gesamte Wohn-/Essraum und natürlich auch die Küche. Alles in allem runde 75 qm Fläche. Das Gästebad hat "eigene" Fliesen (die wir bereits bei Fingerhaus bei der Bemusterung ausgesucht hatten) und für Heizungsraum und Abstellkammer kann man ggf. auch etwas anderes nehmen.
Im kompletten OG dagegen werden wir bei Laminat bleiben. Das können wir spielend selbst verlegen (freuen uns auch schon darauf) und wollen es z.B. im Schlafzimmer auch gar nicht so warm haben wie das Wohnzimmer (hoffentlich...) sein wird.

Also Fliesen. Aber was für Fliesen? Marmor-Optik? Terracotta? Ganz in weiß? Oder doch was anderes?
Die Suche dehnt sich mittlerweile nicht nur in diversen Bauhäusern sondern selbstverständlich auch ins Internet aus. Viel gestöbert haben wir z.B. bei Fliesenrabatte, da gibt es zum einen eine recht große Auswahl, eine gute Sortierung und ab und zu auch interessante Angebote.

Die Tendenz geht in Richtung Holzoptik-Fliesen! Wenn schon kein Laminat (oder Parkett), dann kann es ja wenigstens so aussehen als ob :-) Die Fliesen haben auch schon eine entsprechende Form, schmal und lang, so wie Dielenbretter eben aussehen. Verlegt werden sie dann mit recht dünner Fuge, so dass die Optik eines Holzbodens perfekt nachgeahmt wird.

Rein Farblich würde uns z.B. etwas wie das hier gefallen.

Quelle: Fliesenrabatte.de - Fliese Cerdolus Black Matt

 oder das hier

Quelle: Fliesenrabatte.de - Fliese Ariostea antico matt

In Kombination mit hellen Wänden und heller Decke sowie weißen Fußbodenleisten, dazu die dunklen Möbel  und große Fenster - ja, ich glaube, das sieht richtig elegant aus!!

Viele raten uns ab: "Dunkle Böden? Och nee, das wirkt doch düster und gedrückt!" und "Da sieht man jedes Staubkorn!"

Aber ganz ehrlich? Ist mir völlig schnuppe! Uns gefällt es und ich denke, wir werden mit so einer Auswahl farblich richtig zufrieden sein!


Habt Ihr Fliesen ? Oder doch lieber Laminat/Parkett? Oder etwas ganz anderes...?
Und wie findet ihr die obigen beiden Varianten? 



Artikel entstand mit Unterstützung von Fliesenrabatte.de

Sonntag, 7. Juni 2015

Grober Ablaufplan

... es ist nichts so beständig wie die Veränderung.

Quatsch, es läuft alles nach Plan und wie am Schnürchen. Bis jetzt wurden sämtliche Termine auf den Tag genau eingehalten.


Hier noch einmal der, nach Aussage des Bauleiters, grobe Ablaufplan.


KW 20       Haustellung                                                              erledigt
KW 21       Rigipsplatten an Decken / Elektrik                           erledigt
KW 22       Einbau Heizung / Lüftungsanlage                            erledigt
KW 23       Verlegung Fussbodenheizung / Estrich                     erledigt
KW 24       Inbetriebnahme Heizung zur Estrichtrocknung
KW 25-26 Spachteln, Fassade, Abbau Gerüst
KW 29       Fließen der Bäder und Badendmontage
KW 30       Endausbau und Übergabe



Unsere Eigenleistung beschränkt sich auf die Verlegung der Böden (außer bei den Bädern) sowie abschleifen, tapezieren und streichen der Wände und Decken.



Folgenden sehr groben Ablaufplan haben wir uns für unsere Arbeiten vorgestellt


KW 28-31    Abschleifen der Wände und Decken mit Trockenbauschleifer
KW 30         Rauspund verlegen im Spitzboden
KW 30         Fliesen EG (wird fremd vergeben)
KW 31         Grundieren und tapezieren EG
KW 32         Grundieren und tapezieren OG
KW 33         Streichen Wände und Decken EG / OG
KW 34         Laminat OG
KW 35         Restarbeiten


Für die einzelnen Gewerke wird es natürlich ausführliche Posts mit allerhand Bildmaterial geben.

Wir können es kaum noch erwarten endlich loszulegen.... Der Urlaub wurde bereits auch entsprechend geplant, um genügend Zeit für alles zu haben.

Hausstellung Tag 2

... und weiter gehts...


08:45 Uhr:
Am zweiten Tag war es dann etwas später für uns, als wir auf der Baustelle eintrafen. Der Bautrupp war natürlich schon da. Dieser Tag sollte etwas ruhiger vonstatten gehen. Die LKWs sind alle Weg, der Kran ebenfalls. Es stand nur noch der Transporter vom Bautrupp in der Straße.
Die Straßen-Absperrung haben wir auch nicht mehr aufgestellt, auch wenn es für zwei Tage vorgesehen war. Aber es konnte ja nun jeder ohne Probleme wieder durch die Straße fahren.


09:30 Uhr:
Beginn der Dachdeckung bei strahlendem Sonnenschein.



10:00 Uhr:
Heute war auch noch der Baustellentermin mit den Versorgern. Wasserwerke, Pfalzwerke, Bauleitung und wir fanden uns zur Besprechung der Zuleitungen ins Haus auf der Baustelle ein.

Wir hatten im Schweiße unseres Angesichts im Vorfeld das mühsam mit der Schaufel gegrabene 6m lange, 120cm tiefe und 60cm breite Loch zum Teil wieder aufgefüllt, damit es keine Probleme mit dem Gerüst gibt. Dazu haben wir KG Rohre mit Zugdraht jeweils zum Übergabepunkt an der Straße gelegt. Die Versorger können somit ihre Leitungen in die KG Rohre einführen und sie mit dem Zugdraht direkt ins Haus ziehen. 

Alle Beteiligten meinten, dass das eine gute Idee sei.

... es wird sich noch herausstellen, dass das von uns eine Schnapsidee war...  Aber dazu in einem späteren Post.

Termin für die Versorger zum endgültigen Einführen der Anschlüsse ins Haus, wurde für die kommende Woche Montag vereinbart.

  

12:15 Uhr:
Die erste Seite des Dachs ist gedeckt. Gegen 16:00 Uhr war dann auch die andere Seite so weit.

 

ab 16:00 Uhr:
Zwei aufregende Tage gingen somit zuende. Zum Schluss bekamen wir noch den Hauschlüssel vom Bautruppleiter überreicht, damit wir jederzeit in unser Haus können wenn es wollen. Leider sieht man noch nicht wie die Haustür jetzt in Natura aussieht, weil sie noch komplett zugeklebt ist. Müssen wir eben warten.....